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Cloud-Betrieb und Ausfallsicherheit

Cloud-Betrieb und Ausfallsicherheit

Software ist mit dem letzten Commit nicht fertig. Wir betreiben deine Anwendung, überwachen sie und sorgen dafür, dass ein Ausfall auffällt, bevor dein Kunde anruft.

Betrieb gehört zur Entwicklung

Wer eine Anwendung baut und den Betrieb an ein anderes Team abgibt, verliert die Rückmeldung. Das Entwicklungsteam erfährt nie, welche Entscheidung nachts um drei wehtut.

Wir betreiben deshalb, was wir bauen. Das ändert die Art, wie wir bauen: Wer selbst geweckt wird, schreibt andere Fehlerbehandlung.

Wenn du ein eigenes Betriebsteam hast, übergeben wir an dieses Team. Dann gehört zur Übergabe alles, was es braucht, um nachts zu wissen, was zu tun ist.

Was wir einrichten

  • Überwachung, die den Zustand aus Sicht der Nutzer misst und nicht nur die Auslastung der Server.
  • Alarme, die nur dann klingeln, wenn jemand etwas tun muss. Ein Alarm, den alle wegklicken, ist schlimmer als keiner.
  • Protokolle, die zentral liegen und durchsuchbar sind. Sonst dauert jede Fehlersuche doppelt so lang.
  • Sicherungen, die regelmäßig zurückgespielt und geprüft werden. Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist keine Sicherung.
  • Deployments, die sich auf Knopfdruck zurücknehmen lassen.

Sicherheit im laufenden Betrieb

Sicherheit ist kein Zustand, den man einmal herstellt. Abhängigkeiten bekommen neue Lücken, auch wenn sich dein Code nicht ändert.

Wir halten Abhängigkeiten automatisch aktuell und prüfen die Updates, bevor sie live gehen. Zugriffe laufen über getrennte Konten mit den Rechten, die sie wirklich brauchen. Zugangsdaten stehen nicht im Code.

Vor größeren Freigaben prüfen wir die Anwendung gegen die üblichen Angriffswege. Das ersetzt keinen Penetrationstest durch Dritte, findet aber das meiste.

Cloud oder eigenes Rechenzentrum

Die Frage ist selten technisch. Sie hängt daran, wo deine Daten liegen dürfen und was dein Betrieb schon kann.

Die Cloud nimmt dir Arbeit ab und kostet laufend Geld. Ein eigenes Rechenzentrum kostet einmal Hardware und dauerhaft Personal. Wer heute schon ein Rechenzentrum betreibt, fährt selten besser, wenn er nur einen Teil auslagert.

Wir bauen so, dass die Anwendung an beiden Orten läuft. Damit bleibt die Entscheidung umkehrbar, und du bist nicht an einen Anbieter gebunden.

Was ein Ausfall wirklich kostet

Bevor wir über Verfügbarkeit reden, rechnen wir. Wie viel kostet dich eine Stunde Stillstand, und zu welcher Tageszeit.

Diese Zahl bestimmt alles Weitere. Eine Anwendung, deren Ausfall Bestellungen blockiert, braucht eine andere Absicherung als ein Berichtswerkzeug, das einmal im Monat gebraucht wird.

Vier Neunen Verfügbarkeit klingen gut und kosten ein Vielfaches von drei Neunen. Für die meisten Fachanwendungen sind drei Neunen richtig, und das Geld ist woanders besser angelegt. Wir sagen dir, wo die Grenze bei dir liegt, statt das teuerste Paket zu verkaufen.

Genauso wichtig ist die Frage, wie lange eine Wiederherstellung dauern darf und wie viele Minuten an Daten verloren gehen dürfen. Beide Antworten bestimmen, wie oft gesichert wird und wohin.

Übergabe an dein Team

Wenn dein eigenes Team den Betrieb übernimmt, ist die Übergabe die kritische Stelle. Eine Dokumentation allein reicht nicht.

Zur Übergabe gehört bei uns:

  • Ein Ablaufplan je Alarm. Was ist passiert, was ist zu prüfen, wen ruft man an.
  • Eine gemeinsame Übung: Wir schalten auf einem Testsystem etwas ab, und dein Team stellt es wieder her.
  • Eine Zeit, in der wir noch erreichbar sind, aber dein Team führt.

Nach dieser Zeit soll dein Team ohne uns auskommen. Ein Betriebsvertrag, der nur deshalb läuft, weil niemand sonst das System versteht, ist für beide Seiten schlecht.

Klingt nach deinem Thema?