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UX und Frontend-Entwicklung

UX und Frontend-Entwicklung

Eine Anwendung, die niemand gern bedient, wird umgangen. Wir bauen Oberflächen für Menschen, die damit acht Stunden am Tag arbeiten, nicht für den Screenshot in der Präsentation.

Fachanwendungen sind kein Marketing

Bei einer Website zählt der erste Eindruck. Bei einer Fachanwendung zählt der tausendste Klick.

Wer eine Maske jeden Tag hundertmal ausfüllt, braucht kurze Wege und Tastaturbedienung, keine Animation. Die schönste Oberfläche ist wertlos, wenn sie drei Klicks für etwas braucht, das einer sein könnte.

Wir entwerfen deshalb vom häufigsten Vorgang aus. Was selten passiert, darf umständlicher sein.

Mit den Nutzern, nicht über sie

Wir setzen uns zu den Menschen, die die Anwendung später bedienen, und sehen ihnen bei der heutigen Arbeit zu. Dabei fällt fast immer auf, dass der beschriebene Ablauf und der tatsächliche auseinandergehen.

Aus dieser Beobachtung bauen wir einen bedienbaren Entwurf, kein Bild. An einem Bild kann niemand scheitern, an einem Entwurf schon. Genau das wollen wir früh wissen.

Nach dem Start messen wir, welche Wege wirklich genutzt werden. Danach räumen wir auf, was niemand anfasst.

Barrierefreiheit ist Pflicht, nicht Kür

Seit Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Es betrifft viele Anwendungen, die Verbraucher nutzen.

Unabhängig von der Rechtslage: Tastaturbedienung, ausreichende Kontraste und sinnvolle Beschriftungen helfen allen. Wer eine Anwendung ohne Maus bedienen kann, ist schneller.

Wir prüfen gegen die WCAG-Kriterien und testen mit Tastatur und Screenreader, nicht nur mit einem automatischen Werkzeug. Automatische Prüfungen finden etwa ein Drittel der Probleme.

Geschwindigkeit ist Teil der Bedienung

Eine Oberfläche, die nach jedem Klick eine Sekunde steht, fühlt sich kaputt an, auch wenn sie richtig rechnet.

Wir messen die Ladezeit mit echten Geräten und echten Verbindungen, nicht nur auf dem Entwicklungsrechner. Bilder liefern wir in der Größe aus, in der sie angezeigt werden. Was nicht sofort sichtbar ist, wird auch nicht sofort geladen.

Diese Messung gehört bei uns in die Auslieferung. Eine Seite, die nach einem halben Jahr langsam geworden ist, fällt sonst niemandem auf.

Ein Design-System statt einzelner Bildschirme

Wer jede Maske einzeln entwirft, bekommt eine Anwendung, die an jeder Stelle etwas anders funktioniert. Ein Knopf sitzt mal links, mal rechts. Eine Tabelle sortiert mal per Klick auf den Kopf, mal über ein Menü.

Wir bauen deshalb zuerst die Bausteine: Knopf, Eingabefeld, Tabelle, Hinweis, Dialog. Jeder Baustein wird einmal entschieden und überall gleich benutzt.

Das kostet am Anfang mehr Zeit und spart sie ab der dritten Maske. Es hat einen zweiten Nutzen: Dein Team kann später neue Masken bauen, ohne bei jeder Kleinigkeit eine Gestaltungsentscheidung zu treffen.

Die Bausteine dokumentieren wir in einem Katalog, den man im Browser durchklicken kann. Damit sehen Fachabteilung und Entwicklung dasselbe.

Was wir nicht machen

Wir sind keine Werbeagentur. Für eine Kampagnenseite, eine Markenentwicklung oder ein Logo bist du woanders besser aufgehoben, und wir sagen das im ersten Gespräch.

Unser Feld sind Anwendungen, mit denen Menschen arbeiten: Portale, Verwaltungsoberflächen, Fachverfahren, Auswertungen. Also die Bildschirme, die niemand im Prospekt zeigt und an denen trotzdem der Arbeitstag hängt.

Wenn du bereits ein Corporate Design hast, setzen wir es um. Wenn du keines hast, arbeiten wir mit einer schlichten Gestaltung, die man später ersetzen kann, ohne die Anwendung neu zu bauen.

Klingt nach deinem Thema?